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Klassenfahrt mit dem Flugzeug

- das sollten Sie beachten

23.11.2022 - Reisen sind immer eine Bereicherung für das eigene Leben und können als Abschluss- oder Klassenfahrt sowohl den Klassenzusammenhalt stärken als auch den Wissenshorizont erweitern. Vor allem das Reiseziel Rom lockt mit unvergesslichen Eindrücken und Erlebnissen. Zudem bietet es sich an, die ewige Stadt per Flugzeug anzusteuern. Denn im Vergleich zu Bus oder Bahn genießen Sie bei einer Flugreise einige komfortable Vorteile. Jedoch müssen Sie bei der Organisation einige Punkte beachten. Umso besser, wenn Sie einen erfahrenen Partner an Ihrer Seite haben!

Wir von albaTours unterstützen Sie bei der Planung und Durchführung Ihrer Klassenfahrt/Abschlussfahrt nach Rom und versorgen Sie mit Tipps und Informationen zu Ihrer reibungslosen Reise mit dem Flugzeug. Sie möchten die CO2-Emissionen Ihrer Flugreise natürlich kompensieren? Bei uns haben Sie die Möglichkeit mit atmosfair zu kompensieren. atmosfair investiert den Kompensationsbeitrag in eigene Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern, durch die die CO2 Emissionen an anderer Stelle wieder eingespart werden können

Welche Vorteile hat eine Flugreise als Klassenfahrt?

Die Vorteile von Flugreisen liegen auf der Hand: Sie erreichen in verhältnismäßig kurzer Zeit auch weit entfernte Ziele. Stunden- oder sogar tagelange Busreisen entfallen. So bleibt Ihnen mehr Zeit, um das Ziel selbst zu erkunden und viel erleben zu können. Die Reise ist komfortabel, denn Sie setzen sich einfach ins Flugzeug und sind binnen weniger Stunden tausende Kilometer gereist. Entertainment und die Verpflegung an Bord machen die Reisezeit kurzweilig.

Worauf müssen Sie bei Flugreisen besonders achten?

Wie jede Reise sollten Sie auch Ihre Klassenfahrt per Flugzeug sorgfältig vorbereiten, um unangenehme Überraschungen und unnötigen Stress am Reisetag zu vermeiden. Folgende Checkliste gibt Ihnen eine gute Übersicht über die wichtigsten Punkte:

  1. Transfer: Mit dem reinen Flug ist die Anreise meist nicht getan. Denken Sie daran, dass Sie auch die Anreise zum Flughafen sowie den Transfer vom Flughafen zur Unterkunft buchen müssen. Wenn Sie dies im Voraus organisieren, ersparen Sie sich die Suche vor Ort.
  2. Zeitmanagement: Planen Sie genügend Puffer bei der Anreise zum Flughafen ein. Durch die Gruppengröße sind Verzögerungen bei der Anreise nicht ausgeschlossen. Rechnen Sie lieber mit einer Wartezeit am Flughafen, als hetzen zu müssen und womöglich den Flug zu verpassen.
  3. Check-in: Checken Sie rechtzeitig ein. Heutzutage erledigen Sie das häufig bereits vorab online. Denken Sie daran, um Zusatzkosten zu vermeiden.
  4. Gepäckvorgaben: Halten Sie sich an die Gepäckbestimmungen und klären Sie die Schüler im Vorfeld darüber auf. Das betrifft zulässiges Maß und Gewicht sowie den Inhalt von Koffern und Handgepäck. Messer, Scheren und größere Nagelfeilen sind im Handgepäck beispielsweise ebenso verboten wie Flüssigkeiten und Kosmetikprodukte über 100 ml.
  5. Reiseunterlagen: Damit weder Sie noch die Schüler notwendige Reiseunterlagen wie Reisepass und Flugtickets vergessen, erstellen Sie am besten eine Checkliste, die Sie an die ganze Klasse aushändigen. Dort können Sie auch die Gepäckvorgaben festhalten.
  6. Transport vor Ort: Planen Sie ein Fortbewegungsmittel vor Ort ein. Sie können den Nahverkehr nutzen oder auf einen gemieteten Bus zurückgreifen, wenn Sie Ausflüge am Ziel planen.

Auch die mentale Vorbereitung sollten Sie nicht unterschätzen. Eventuell reisen einige der Teilnehmer zum ersten Mal per Flugzeug. Diesen können Sie mögliche Ängste nehmen, indem Sie Ihre Klasse gut auf die Reise vorbereiten und den Ablauf genau erklären.

Warum sollte ich eine Flugreise bei einem professionellen Veranstalter buchen?

Wie Sie sehen, ist bei der Planung und Durchführung einer Flugreise viel zu beachten. Ein Reiseveranstalter hat jahrelange Erfahrung in der Durchführung von Gruppenreisen und denkt an alle Details, sodass Sie sich sicher sein können, dass alles reibungsfrei ablaufen wird. Zudem können Sie mithilfe eines Reiseveranstalters die für Sie günstigste Reise zusammenstellen, was die Flugzeiten, die Wahl des Flughafens und einer verkehrsgünstig gelegenen Unterkunft betrifft.

Ein wesentlicher Vorteil ist, dass Sie jederzeit einen kompetenten Ansprechpartner an Ihrer Seite wissen. Was können Sie bei Problemen mit der Unterkunft tun? Können Sie etwas bei Stornierung des Fluges unternehmen? Treten während Ihrer Flugreise Probleme oder Fragen auf, müssen Sie sich damit nicht alleine herumschlagen, sondern haben schnell einen Experten am Telefon, der Ihnen hilfreiche Lösungsansätze anbietet. Eine Klassenfahrt nach Rom soll zum Spaß für alle Teilnehmer werden. Mit einem professionellen Partner und der detaillierten Planung ist ein reibungsfreier Ablauf problemlos möglich.

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Venedig und Viareggio…

größer könnten die Unterschiede nicht sein!


28.02.2022 - Karneval: ein großer Unterschied besteht vor allem in der Kostümierung: Angelehnt an dem höfischen Kleidungsstil und die typischen Figuren aus der italienischen Theaterwelt werden noch heute extravagante und kunstvolle Kleider getragen.

Karnelval in Venedig

Das wesentliche Merkmal eines venezianischen Kostüms ist die Maske. Hintergrund der Maskierung war, dass während der Karnevalszeit alle Menschen gleichgestellt waren, egal ob reich, arm, Mann oder Frau. Zur Karnevalszeit orientieren sich die Anwohner Venedigs daher noch heute an den Figuren aus dem italienischen Improvisationstheater (ital. Commedia dell’arte), die verschiedenen Gesellschaftsschichten zugeordnet sind.

Ein Karnevalsfest in Venedig wird erstmals in der Chronik des Dogen Vitale Falier für 1094 erwähnt. Zu Lebzeiten Giacomo Casanovas im 18. Jahrhundert erreichte der Karneval seine größte Pracht, zugleich wurden die Sitten immer lockerer.

Die Blütezeit des Karnevals in Venedig endete, als 1797 die Markusrepublik durch Napoleon Bonaparte ihre Selbständigkeit verlor und Österreich angegliedert wurde.

Im Zuge des Risorgimento und insbesondere nach der Niederlage Venedigs im ersten italienischen Unabhängigkeitskrieg von 1849 wurden seitens der Bevölkerung Venedigs als Zeichen passiven Widerstands öffentliche Veranstaltungen boykottiert und Theater geschlossen, was auch den Karneval betraf.

Karneval wurde im 19. Jahrhundert in Venedig, obwohl die wirtschaftliche Lage großer Teile der Bevölkerung sehr schwierig war, vor allem als privates Fest mit künstlerischen Kreationen und als Veranstaltung der österreichischen Offiziere gefeiert, wobei Veranstaltungen der Besatzungsmacht von den Einheimischen zeitweise gemieden wurden.

Eine nachhaltige Wiederbelebung des venezianischen Karnevals löste aber erst Federico Fellinis Film Casanova im Jahre 1976 aus. Federico Fellini, der Theaterregisseur Maurizio Scaparro, der Maskenmacher Guerrino Lovato und zahlreiche weitere Künstler organisierten die Wiedererweckung des Karnevals, der insbesondere zur Biennale 1979 ein großer Erfolg war.

 

Karneval in Viareggio

Viareggio hingegen gilt als die Hauptstadt des Karnevals. Die Ursprünge des „Carnevale di Viareggio“ reicht bis 1873 zurück. Die Idee kam von einer Gruppe junger Leute, die das Caffé del Casinò besuchten und anlässlich des Fastnachtsdienstages einen Umzug organisieren wollten. Ihnen ging es darum, ihren Protest gegen die Missstände und die Unzufriedenheit der Bürger zum Ausdruck zu bringen. Der Karneval von Viareggio ist also seit jeher und bis heute eine Möglichkeit politische und gesellschaftliche Missstände aufzuzeigen.

Im Laufe der Zeit ist diese Veranstaltung immer bedeutender und die Festwagen immer größer geworden. Bis Ende des letzten Jahrhunderts entstanden gigantische Festwagen, regelrechte Monumente aus Holz und Jute. Sie wurden von lokalen Bildhauern und Künstlern entworfen und von Tischlern und Schmieden gebaut.

Durch die Verlagerung des Umzuges Anfang des 20. Jahrhunderts von der Altstadt auf die Strandpromenade wurde dieser noch prominenter und gefeierter. 1921 begann man offiziell mithilfe der Zeitschrift „Viareggio in Maschera“ Werbung zu machen. Zum ersten Mal gab es auch Musik während der Karnevalsumzüge wie z.B. auf dem Festwagen „Tonin di Burio“ auf dem eine Musikgruppe mitfuhr. 1925 entstand mit der Einführung von Pappmaché, eine Zubereitung, die im Wesentlichen aus Wasser , Leim , Gips und Papier besteht, eine weitere Neuheit. Dadurch konnten noch gigantischere und spektakulärere Festwagen gebaut werden. Die Pappmachékunst bedarf aber einer aufwendigen Vorbereitung in Form von vorgefertigten Tonmodellen und anschließenden Gipsabdrücken und Nachbereitung durch Acrylfarben und Schutzlacken.

Wie jede italienische Karnevalsstadt hat auch Viareggio eine eigene typische Maske. Der clownähnliche „Burlamacco“ mit seiner rot-weißen Kleidung und dem hohen runden Hut ist das Symbol des Karnevals der toskanischen Stadt. Er wurde Im Jahr 1930 aus einer Idee des futuristischen Maler Umberto Bonetti Burlamacco heraus entwickelt.

Jedes Jahr verwandelt sich Viareggio für einen Monat in die Stadt der Unterhaltung, mit Feuerwerk, Theateraufführungen, kulinarische Events und Sport.

 

 

Sie können an Fasching nicht in Italien sein? Kein Problem…

Auch unter dem Jahr kann man sich einen Einblick in die toskanische Karnevalswelt verschaffen. In Viareggio können Sie im Zuge Ihrer Klassenfahrt nach Venedig das Museum "Il Museo del Carnevale" besuchen. Das in der „Cittadella del Carnevale“ am Rande von Viareggio gelegene Museum dokumentiert die Geschichte des Karnevals und zeigt die Herstellung und Verarbeitung der Pappmachékunst.

Emma Pepe



Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Karneval_in_Venedig

https://it.wikipedia.org/wiki/Carnevale_di_Viareggio

https://www.italien-abc.de/karneval-in-viareggio.php

https://italian-traditions.com/de/karneval-in-viareggio-italien/

 

 

 




 

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Den Heiligen Nikolaus gab es wirklich

09.12.2021 - Der Nikolaus kommt in Gedenken an den heiligen Bischof von Myra. Er wurde während des Römischen Reiches, ungefähr 300 n. Chr. geboren, und zwar in Patara, einer antiken Stadt an der Mittelmeerküste, südwestlich von der Antalya in der heutigen Türkei.

Man weiß nicht genau, in welchem Jahr die historische Persönlichkeit starb. Sicher ist aber, dass es der 6. Dezember war. Die Gebeine des für seine Barmherzigkeit und Nächstenliebe bekannten Heiligen ruhen seit 1087 in der Kirche San Nicola in der süditalienischen Küstenstadt Bari – ein beliebtes Pilgerziel für römisch-katholische und orthodoxe Christen.

Nikolaus Laufbahn

Nikolaus hatte eine steile Karriere in der Kirche. Mit 19 wurde er von seinem Onkel, dem Bischof von Myra, zum Priester geweiht und wurde alsbald Abt des Klosters von Sion. Nach dem Tod seiner Eltern entscheidet er sich, sein gesamtes Vermögen an die Armen zu verteilen. Der Beginn der Legenden um seine Person. Als etwas später sein Onkel stirbt, geht Nikolaus zunächst auf Pilgerreise und wird bei seiner Rückkehr selbst zum Bischof geweiht.

Nikolausbräuche in aller Welt

Deutschland, Österreich, Tschechien, Polen, Bulgarien, Spanien, Frankreich, Holland, Luxemburg, Skandinavien: Nikolaus wird hierzulande ebenso gefeiert wie im Süden, Osten und Westen Europas. Sogar in deutschen Gemeinden in Amerika warten Kinder darauf, dass sie in der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember kleine Geschenke auf ihre bereitgestellten Teller oder in ihre Nikolausstrümpfe an der Tür gesteckt bekommen.

Ausnahme Italien: Dort wird San Nicola nur in Triest als Kinderbescherungsfest gefeiert. Ein großes Spektakel auf dem Meer zelebriert man alljährlich in der Stadt Bari jeden Mai, wo Bischof Nikolaus begraben wurde.

Niederlande: In den Niederlanden kommt der Sinterklaas und zwar schon am 5. Dezember. Er kommt auch nicht zu Fuß, sondern mit dem Schiff aus Spanien, und landet bereits Mitte November. Seine Ankunft wird live übertragen. Er tourt mit dem Schwarzen Peter (Zwarte Piet) dann durchs Land. Übrigens wird auch die große Bescherung hier hauptsächlich am 5. Dezember abgehalten und nicht am 24. Die Holländer sind verantwortlich dafür, dass der Nikolaus in Amerika als “Santa Claus” bezeichnet wird. Sie brachten die Nikolaus-Tradition 1621 nach Nordamerika, als sie New Amsterdam gründeten. Der holländische Name klang englisch ausgesprochen wie “Santa Claus”.

Luxemburg: In Luxemburg findet die große Bescherung ebenfalls am 6. Dezember statt, der dort "Kleeschen" genannt wird. Die Kinder der Vor- und Grundschule haben an diesem Tag sogar frei.

Skandinavien: In Skandinavien fliegt Nikolaus mit seinem Rentier-Schlitten zu den Häusern. In Dänemark kommt der "Julemand" aus Grönland, für die Finnen hingegen aus Lappland – immer aber kommt er aus dem hohen Norden.

USA: Santa Claus spielt in den USA eine wesentlich größere Rolle als Nikolaus. Nur in Städten, die stark durch deutsche Einwanderer geprägt wurden, wie Milwaukee, Cincinnati und St. Louis, feiert man heute noch „St. Nick“ und stellt ihn als Helfer von Santa Claus vor.

Warum schenkt man Orangen zum Nikolaus?

Orangen sind ein beliebtes Geschenk zum Nikolaus. Sie stehen für die drei runden, mit Goldmünzen gefüllten Geldbörsen, die der Heilige Nikolaus einer Familie in drei aufeinanderfolgenden Nächten durchs Fenster warf, um sie von ihrer Armut zu erlösen.

Der Heilige Nikolaus hatte eine gebrochene Nase

In den 1950er Jahren haben Wissenschaftler den Schädel des Heiligen Nikolaus eingehend untersucht. Er hatte eine gebrochene Nase, was im Zuge der Christenverfolgung unter Diokletian passiert sein könnte, wo viele Gläubige gefoltert wurden. Auch der Heilige Nikolaus soll in Gefangenschaft geraten und schwer misshandelt worden sein.

Eine Frage die uns umtreibt…Nikolaus oder Weihnachtsmann?

Der Weihnachtsmann ist dem Nikolaus nachempfunden und eine Erfindung der modernen Zeit. Zunächst brachte nur der Nikolaus am 6. Dezember die Geschenke. 1530 änderte sich das. Der große Reformator Luther hielt den Brauch für kindisch, und führte den Heiligen Christ, der später zum Christkind wurde, als Gabenbringer am 25. Dezember ein. Der Nikolausbrauch blieb jedoch bestehen. Angelehnt an die Bilder seiner Gestalt entstand im 19. Jahrhundert der Weihnachtsmann und machte dem Christkind Konkurrenz.
Der heute so berühmte Santa Claus ist eine Erfindung der Firma Coca Cola, die den rot-weiß gekleideten Mann in den 1920er als optimalen Werbebotschafter erkannten.

Die dunkle Gestalt an seiner Seite

Der gute Nikolaus wird oft von einer zweiten, bösen oder gruseligen Figur begleitet. Je nach Region heißt sie Knecht Ruprecht, Belzebub, Belznickel oder Krampus. Der Heilige tritt dabei als guter Himmelsbote auf, die zweite Figur als böser Vertreter der Hölle. Bei einem Hausbesuch liest der Heilige Nikolaus dann in einem Buch nach, ob die Kinder auch brav waren. Waren sie es bekommen, sie Süßes von ihm, wenn nicht die Rute von Knecht Ruprecht.

Der Nikolaus hat ein eigenes Postamt

Im Saarland, westlich von Saarbrücken, gibt es eine Gemeinde, die St. Nikolaus heißt und ein eigenes Nikolauspostamt hat. Dieses entstand aus einem Werbegag heraus: Eine pharmazeutische Firma ließ ihre Weihnachtspost in den 1960er-Jahren in dieser Gemeinde abstempeln. Bis heute kümmert man sich seitdem in der Alten Schule am Nikolausplatz ehrenamtlich um die kindliche Weihnachtspost.

Aber auch bei den offiziellen deutschen Weihnachtspostämtern landen nicht nur Briefe für den Weihnachtsmann und das Christkind, sondern auch für den Nikolaus. Die Ämter nennen sich “Weihnachtspostfiliale”, “Christkindbüro”, “Weihnachtsbüro” oder “Himmelsbüro”. Beantwortet werden die Briefe von Postmitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern.

Patara (Türkei) und Bari (Appulien) – sehr schöne Reiseziele

Die Region um den Geburtsort des Heiligen Nikolaus ist ein Geheimtipp. Das Naturschutzgebiet mit Nestern für Schildkröten hat einen naturbelassenen, kilometerlangen Sandstrand – den längsten der Türkei. Es gibt zudem faszinierende alte Ruinen, beispielsweise von Triumphbögen und antiken Theatern, die nur zu Fuß zugänglich sind. Strand und Kultur sind aber noch nicht alles, was die Gegend bietet: Der Lykische Weg bei Patara soll einer der schönsten Wanderwege der Welt sein. Außerdem kann man auf dem nahegelegenen Dalaman-Fluss Kanufahren oder Rafting-Abenteuer erleben. Und es gibt noch mehr, was man in Patara machen kann: tauchen, reiten, lokale Märkte oder abgelegene Bergdörfer besuchen zum Beispiel!

Eine absolut sehenswerte Stadt, für eine Klassenfahrt nach Italien, ist Bari in Süditalien. Dort befindet sich die Basilika San Nicola (Basilika des hl. Nikolaus von Myra),  eine Kirche mit dem Titel einer päpstlichen Basilika. Die Kirche wurde zwischen 1087 und 1106 für die aus Myra nach Bari überführten Reliquien des Heiligen errichtet und ist so heute noch ein bedeutendes Pilgerziel für römisch-katholische und orthodoxe Christen. Die Basilika war die erste Kirche dieser Art in Apulien und diente zahlreichen später errichteten Sakralbauten der Region als Vorbild.

Die Basilika wurde zwischen 1087 und 1197 während der normannischen Herrschaft in Apulien errichtet. Die Gründung der Kirche geht auf den Diebstahl eines Teils der Reliquien des hl. Nikolaus durch Seefahrer aus Bari aus dem ursprünglichen Schrein in der St.-Nikolaus-Kirche in Demre in der heutigen Türkei zurück. Dies geschah gegen den Widerstand der orthodoxen Mönche, vorgeblich um sie vor der Einnahme durch die Seldschuken zu schützen. Nach Streitigkeiten mit Venedig um die Reliquien konnte sich Bari allerdings durchsetzen, und die Reliquien wurden am 9. Mai 1087 nach Bari überführt, wo für ihre Unterbringung zwischen 1087 und 1106 eine neue Kirche errichtet wurde.

Emma Pepe

 

Quellen:

rp-online.de/panorama/deutschland/nikolaus-2020-wer-war-nikolaus-7-fakten-zum-6-dezember_bid-8555211

www.katholisch.de/artikel/15722-nikolaus-die-harten-fakten

de.wikipedia.org/wiki/Basilika_San_Nicola

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Lachen ist gesund!

30.11.2021 - Oder wie auch im Volksmund bekannt: Lachen ist die beste Medizin. Gerade zu Pandemie-Zeiten, in der sich vor allem auch über die Sozialen Medien mehr schlechte als gute Nachrichten verbreiten, fällt einem das Lachen schwer. Doch gerade jetzt ist es umso wichtiger, Endorphine auszuschütten und den Körper mit Glück zu füllen. Warum ist das so? Was bewirkt eigentlich das Lachen?

Lachen ist eines der wichtigsten angeborenen emotionalen Ausdrucksverhalten des Menschen, das nicht nur, aber vor allem in der Gemeinschaft mit Mitmenschen seine Wirkung entfaltet. Das Lachen ist durch typische Lautäußerungen und eine stoßartige Ausatmung gekennzeichnet. Seit einigen Jahren werden die körperlichen und psychischen Auswirkungen des Lachens wissenschaftlich erforscht, dieser Forschungszweig heißt „Gelotologie“ (von altgriechisch γέλως gélōs, deutsch ‚Lachen‘). Mehrere renommierte medizinische Institute und Hochschulen in Deutschland erstellten schon Studien zur therapeutischen Wirkung des Lachens.

Beim Lachen sind rund 300 Muskeln vom Kopf bis zum Bauch und allein 17 Muskeln im Gesicht aktiv. Die Lunge nimmt beim intensiven Lachen viel Luft auf und da das Herz schneller schlägt, verteilt sich mehr Sauerstoff im gesamten Körper. Durch das Lachen steigt das Wohlbefinden, weil im Gehirn mehrere Glückshormone, vor allem Serotonin, produziert und die Ausschüttungen des Stresshormons Adrenalin gestoppt werden. Die vom Körper erzeugten weiteren Hormone, insbesondere die Endorphine, können vorhandene Schmerzen kurzzeitig verringern. Lachen kann sogar das Immunsystem anregen, weil mehr Antikörper zum Schutz vor Viren und Bakterien entstehen. Insgesamt aktiviert das häufige Lachen also die Abwehrkräfte und Selbstheilungskräfte des Körpers, verringert den Stresspegel und erzeugt durch die Hormonausschüttungen viele Glücksgefühle. Kinder lachen täglich spontan bis zu 400 Mal. Bei Erwachsenen ist das durchschnittlich nur 15 Mal der Fall.

Voll im Trend – das Lachyoga

Bei dieser Form des Yoga steht das grundlose Lachen im Vordergrund. Das anfangs künstliche Lachen soll durch bestimmte Übungen in echtes Lachen übergehen. Die Aktivitäten zum Erzeugen des Lachens sind Kombinationen aus Klatsch-, Dehn-, Atem- und Pantomime-Übungen.

16 Fakten warum Lachen gesund ist?

  1. Mit 100 km/h schießt die Luft beim Lachen durch die Lunge und bringt dabei die Stimmbänder zum Schwingen.
  2. 50 kcal verbrennt echtes und herzhaftes Lachen in nur zehn Minuten.
  3. 3- bis 4-mal mehr Sauerstoff als sonst wird beim Lachen von der Lunge verarbeitet.
  4. Menschen mit Lachfalten neben den Augen werden als intel­ligenter und attraktiver beurteilt.
  5. Unser Herz schlägt schneller, wenn wir lachen. Die Sauerstoffversorgung steigt, der Stoffwechsel wird angeregt. Wenn wir fertig gelacht haben, werden Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin abgebaut, und das Glückshormon Endorphin wird ausgeschüttet. Wir fühlen uns erschöpft, aber entspannt und glücklich.
  6. 20 Sekunden Gelächter regen das Herz- Kreislauf-System so sehr an wie drei Minuten schnelles Rudern.
  7. Unser Gehirn schüttet automatisch Glückshormone aus, wenn wir unser Gesicht zum Lächeln bringen.
  8. Die Blutgefäße werden beim Lachen erweitert. Es fördert damit die Durch­blutung und senkt den Blutdruck.
  9. Das Herz­infarkt­risiko ist bei Menschen, die häufig lachen um 50 Prozent niedriger.
  10. Die Verdauung wird durch Lachen angeregt.
  11. Schlaflosigkeit und Kopfschmerzen werden durch Lachen gelindert.
  12. 1 Minute Lachen ist so erfrischend wie 45 Minuten Entspannungstraining.
  13. In Stressberufen sei Humor „eine völlig unter­ schätzte Ressource“, sagt Sozial­pädagoge Prof. Herbert Effinger aus Dresden. Bestes Beispiel: Pflege­berufe. Wer mit menschlichem Leid zu tun habe, verbiete sich oft das Lachen. Dabei sei eine humorvolle Atmosphäre für Patienten und Personal gleichermaßen günstig.
  14. Das Schmerz­empfinden wird bei herzhaftem Lachen um bis zu 30 Prozent gesenkt. Der Zürcher Humorforscher Willibald Ruch setzte 77 Testpersonen in Eiswasser. Jene, die echtes Lachen oder Lächeln zeigten, harrten länger aus.
  15. Die Tränen­drüsen werden beim Lachen aktiviert. Deshalb kriegt man dabei auch oft feuchte Augen.
  16. Die Lachtherapie wurde vom Wissenschaftsreporter Norman Cousins, der an einer äußerst schmerzhaften Rückenmarks­erkrankung litt, entdeckt, indem er lustige Filme ansah. Dabei bemerkte er: Nach zehn Minuten herzhaftem Lachen konnte er zwei Stunden schmerzfrei schlafen.

Nach dem Theaterwissenschaftler und Philosoph Prütting gibt es drei unterschiedliche Lacharten:

  • Das Bekundungslachen, das aus uns herausplatzt. Das wir nicht kontrollieren können und uns den größten Lustgewinn verschafft. 
  • Das Interaktionslachen wiederum ist jenes Lachen, mit dem wir uns anderen Menschen bewusst zuwenden. Zuerst über den Blickkontakt, dann über ein Lachen, das zustimmend, aufmunternd, verächtlich oder abwertend sein kann. Ein Lachen, das Worte ersetzt. 
  • Das Resonanzlachen hingegen ist das, in das wir einstimmen, sobald andere lachen. Lachen steckt an. Gruppen, in denen gelacht wird, ziehen uns magisch an. 

Lachen in der Philosophie und Kunst

Aristoteles war zu der Erkenntnis gekommen, dass die Fähigkeit zu Lachen den Menschen vom Tier unterscheidet. Der Begriff Homo ridens (lateinisch lachender Mensch) geht zurück auf seine Formulierung. Die klassische Kunst jedoch meidet das Lachen, wenn man vom archaischen Lächeln der Kuroi in ihren Anfängen einmal absieht. Wie viel Heiterkeit war im Mittelalter erlaubt, denn Lachen war zu der Zeit gotteslästerlich.

Das Fürstenportal am Bamberger Dom, entstanden um 1230, zeigt über der Tür eine Darstellung des Jüngsten Gerichts mit Jesus Christus als Richter auf dem Thron. Die Gesichter der Verdammten sind zu fratzenhaftem Lachen verzerrt.

Umberto Eco baut diese Thematik in Form von „vergiftete Seiten“ in seinem Roman `Der Name der Rose´ ein: Innerhalb weniger Tage sterben ein Illustrator, ein Übersetzer und ein Bibliotheksgehilfe zum Teil, nachdem sie mit Jorge von Burgos, dem Bibliothekar, darüber in Streit geraten waren, wie gotteslästerlich das Lachen nun wirklich sei – und wie gefährlich der Band über die Komödie des Aristoteles. Wer beim Umblättern den Zeigefinger befeuchtet, nimmt eine Dosis Gift auf – je länger er liest, desto tödlicher ist die Dosis. Was Jorge de Burgos beweisen wollte: Humor ist gefährlich.

Die Bildende Kunst, sofern sie Dauer will, lehnt die Darstellung des Lachens aber nicht nur aus den erwähnten Glaubensgründen, sondern auch deshalb überwiegend ab, weil es sich dabei um einen nur transitorischen Gefühlsreflex handelt, der zudem auf einen Auslöser (Bild, Witz, komische Gestalt) verweist, der nicht mit abgebildet werden kann.  Die dramatische Kunst der Komödie auf der Bühne oder als Film will Lachen beim Publikum erzeugen, wofür sie das Lachen ihrer Darsteller gern unterdrückt; Musterbeispiel hierfür ist The great stoneface Buster Keaton.

Tolle Initiativen

Seit 2008 gibt es in Deutschland die vom Arzt und Kabarettisten Dr. Eckart von Hirschhausen gegründete Stiftung „Humor hilft heilen“, die das Humane und den Humor in der Medizin und der Pflege stärken möchte. Die Idee von Patch Adams, Clowns in Krankenhäuser zu bringen, kam vor 15 Jahren nach Deutschland. Zu den zentralen Aktivitäten gehören viele Clowns, die in Krankenhäusern und Pflegeheimen durch humorvolle Aktionen die Heilungsprozesse von Patienten unterstützen. Auch Ärzte und Pfleger erhalten Anleitungen, damit sie im Umgang mit den Kranken mehr Humor entwickeln. Interessierte Personen können diese Initiative nicht nur durch ihre Spenden unterstützen, sondern selbst aktiv werden. In Humor-Workshops kann man sich zum Klinik-Clown ausbilden lassen und später in Krankenhäusern mit anderen Clowns auftreten. Mehr über die Stiftung Humor hilft heilen.

Quellen:

www.carpediem.life/lachen-ist-gesund/
www.silver-tipps.de/lachen-ist-die-beste-medizin-teil-1/
de.wikipedia.org/wiki/Lachen

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Advent, Advent...

25.11.2021 - Der Adventskranz ist in Deutschland seit dem 19. Jahrhundert bekannt. Der Hamburger Pfarrer und spätere Berliner Oberkonsistorialrat Johann Hinrich Wichern (1808-1881) erfindet ihn. 1833 gründet er eine Anstalt zur Betreuung gefährdeter Jugendlicher, dass "Raue Haus" in Hamburg Horn.  Mit dieser Symbolik nimmt Wichern das Wort vom "Licht, das in der Finsternis leuchtet" (Johannes 1,1) auf. Am Weihnachtsabend leuchtet der Adventskranz hell, so wie Christus. Der Kreis des Adventskranzes nimmt das Bild von der Sonne auf, die an Weihnachten wieder an Stärke gewinnt und Christus symbolisiert. Am 1. Dezember wird dort auf einem Tannenkranz eine erste Kerze entzündet und dann jeden Tag eine mehr, so dass am Heiligen Abend 24 Kerzen brennen. Noch heute engagiert sich die Stiftung für Betreuungs- und Bildungsangebote. Der Wichernkranz sollte den Kindern die Zahl der Tage bis Weihnachten anschaulich machen. Die Kinder lernten dadurch auch Zählen.

Ab 1860 wurde der Leuchter erstmals mit Tannengrün geschmückt. An jedem Abend vom 1. Advent bis zum Heiligen Abend wird eine Kerze angezündet. Die großen weißen Kerzen sind für die Adventssonntage, die kleinen roten für die Werktage. Die Zahl der kleinen Kerzen bis zum Heiligen Abend ist jedes Jahr unterschiedlich. Sie variieren zwischen 18 und 24, weil der 1. Adventsonntag jedes Jahr an einem unterschiedlichen Datum beginnt und die Adventszeit damit unterschiedlich lange ist. Nach dem Ersten Weltkrieg wird der Tannenkranz mit den vier Kerzen überkonfessionell. 

Im Nationalsozialismus wurde dem Adventskranz die religiöse Bedeutung abgesprochen: Nach den Vorstellungen der nationalsozialistischen Feiergestalter sollte der traditionelle Adventskranz durch den „Sonnwendkranz“ oder „Lichterkranz“ ersetzt werden, der meist mit Sonnenrad- oder Wikinger-Motiven bestückt wurde. Die Kerzen auf dem Kranz sollten als „Wünschelichter“ nun die vier Jahreszeiten symbolisieren. Zum Anzünden der „Wünschelichter“ wurden so genannte „Lichtersprüche“ vorgetragen, die in entsprechenden Weihnachtsbüchern oder dem Kalender Vorweihnachten „vorgeschlagen“ wurden

Heute ist der Adventskranz in fast allen deutschen Wohnzimmern heimisch. An den Gestaltungsideen gibt es keine Grenzen: rote, weiße, rosa oder salbeigrüne Stumpen- oder sogar Stabkerzen. Auch beim Grün kann man sich frei entfalten, Nordmanntanne, Buchs, Eukalyptus… ein Geheimtipp ist die toskanische Zypresse. Sie verströmt einen leichten Zitronenduft und sieht mit ihrer silbrigen Farbe richtig toll aus.

Großer Adventskranz

Als „weltweit größter hängender Adventkranz“ wird jener über dem Brunnen des Mariazeller Hauptplatzes apostrophiert. Er hat einen Durchmesser von 12 Metern und wiegt 6 Tonnen. Er ist in Anlehnung an den ursprünglichen wichernschen Adventskranz mit 24 Lichtern bestückt, 4 für die Sonntage und 20 für die Werktage.

Als „größter echter Adventskranz der Welt“ wird mit einem Durchmesser von acht Metern der Adventskranz in Kaufbeuren beworben. Er besteht aus echten Weißtannenzweigen und ist mit knapp 2 Meter hohen Wachskerzen bestückt. Er steht vom 1. Advent bis zum Dreikönigstag am Neptunbrunnen der Stadt

Der Adventskalender

Er gehört für die meisten Menschen genauso zu Weihnachten wie ein Tannenbaum oder eine Pyramide, doch ihn gibt es noch nicht so lange: den Adventskalender. Besonders die kalendarische Variante ist weit verbreitet. Der liturgische Kalender richtet sich hingegen nach dem Kirchenjahr. Somit beginnt er am ersten Adventssonntag und endet an Heiligabend, in manchen Gegenden erst am Dreikönigstag. Doch egal welche Version zu Hause steht: sie alle sollen die Wartezeit bis Heiligabend verkürzen und die Vorfreude steigern. Aber wie entstand der Adventskalender eigentlich?

Während die katholische Kirche tägliche Adventsandachten in der Kirche veranstaltete, stand bei Protestanten eher die Zusammenkunft der Familie im Mittelpunkt. Dabei lasen sie miteinander Bibelstellen, beteten und sangen Lieder. Doch da Zeit eine abstrakte Größte ist, ließen sich auch evangelische Eltern ab circa 1840 etwas einfallen, um ihren Kindern die Zeit bis Heiligabend greifbar zu machen und die Vorfreude auf das Fest der Geburt von Jesus Christus zu steigern.

So entwickelten sich viele Methoden. Familien hängten häufig nach und nach 24 Bilder mit weihnachtlichen Motiven an die Wand oder malten Kreidestriche an die Tür, für die Sonntage jeweils einen langen Strich, und täglich durften die Kinder einen wegwischen. Sehr verbreitet waren außerdem „Adventsbäumchen“, teilweise auch selbstgebastelte Holzgestelle. Tag für Tag steckten die Kinder eine kleine Fahne oder einen Stern mit Bibelversen daran, manche Familien zündeten zusätzlich auch eine Kerze an. Das zunehmende Licht stand dabei als Sinnbild für die bevorstehende Ankunft des Lichts der Welt, Jesus Christus.

Doch auch in katholischen Familien warteten Kinder ungeduldig auf Weihnachten. Deshalb dachten sich die Eltern auch hier eine Art Adventskalender aus. Bei gutem Benehmen durfte der Nachwuchs bis Heiligabend täglich einen Strohhalm in die Krippe legen, damit das Jesuskind schön weich liegt. In manchen Klosterschulen gibt es die Tradition noch immer.

In Österreich entwickelte sich eine spezielle Form des Adventkalenders: die „Himmelsleiter“. Dabei bewegt sich das Christkind täglich eine Sprosse der Leiter abwärts und verdeutlicht damit den Gedanken, dass Gott zu Weihnachten in seinem Sohn Jesus Christus auf die Erde kam. Im skandinavischen Raum hingegen setzte sich die Adventskerze durch. Diese Kerze war in 24 Abschnitte unterteilt, an jedem Tag ließen die Familien die Kerze bis zur nächsten Markierung abbrennen.

Ende des 19. Jahrhunderts traten auch vermehrt „Weihnachtsuhren“ auf. Dabei ist eine Scheibe mit zwölf, beziehungsweise 24 Abschnitten markiert, jede Unterteilung war mit Liedtexten oder Bildern versehen. Täglich durfte dabei ein Zeiger einen Schritt nach vorne gestellt werden.

Der erste gedruckte Adventskalender

Erst 1902 veröffentlichte die evangelische Buchhandlung Friedrich Trümpler in Hamburg den ersten gedruckten Adventkalender. Sie entschieden sich für eine Weihnachtsuhr mit den Zahlen 13 bis 24, ab 1922 bekamen diese Uhren 24 Felder. Er kostete damals 50 Pfennig. Ein Jahr später folgte der Münchner Verleger Gerhard Lang. Der Kalender „Im Lande des Christkinds“ enthielt einen Bogen mit 24 Bildern zum Ausschneiden und einen mit 24 Feldern für die ausgeschnittenen Teile. An jedem Tag im Advent durften die Kinder ein Bild ausschneiden und diesen in das vorgesehene Fenster einkleben. Am Heiligabend gab es ein Bild von dem weiß gekleideten Christkind. Bis in die 1930er Jahre hinein publizierte die lithografische Anstalt Reinhold & Lang zahlreiche kunstvolle Werke, die steigende Stückzahl führte zu vielfältigen Variationen. So beispielsweise auch zu dem ersten Adventskalender in Blindenschrift.

Gerhard Lang arbeitete mit viel Leidenschaft und entwickelte immer wieder neue Ideen. So folgten das „Christkindleinhaus zum Füllen mit Schokolade“, Adventskalender mit Füllungen zum Herausbrechen, Kalender, bei denen die Kinder Türchen öffnen konnten und viele weitere. Seine Motivation stammte angeblich von seiner Mutter. Sie nähte ihm als Kind 24 „Wibele“, eine Art schwäbisches Baisergebäck, auf Karton, wovon er täglich eins essen durfte.

Die hohe Qualität und Detailtreue von Gerhard Lang führten schnell zu höheren Auflagen. Dadurch drängten weitere Verlage auf den Markt und der Adventskalender verbreitete sich. Besonders die Version mit aufklappbaren Fenstern, hinter denen Bilder zu sehen waren, wurde immer beliebter. Dem zunehmenden Preisdruck konnte Lang allerdings nicht standhalten und stellte 1940 die Produktion ein. Aber ohne ihn wäre die Adventskalender-Geschichte nicht so umfangreich wie sie heute ist.

Adventskalender im Nationalsozialismus

Während des Nationalsozialismus wollte die Regierung christliche Weihnachtsbräuche aus dem öffentlichen Leben drängen. Mit dem Kriegsausbruch wurde das Papier in Deutschland kontingentiert, bald darauf erfolgte ein Verbot der kirchlichen Presse und der Druck von Bildkalendern wurde als kriegsunwichtig eingestellt. Mit dem Ende des Nationalsozialismus kam auch die Sehnsucht nach christlichen Werten und alten Traditionen zurück. So fingen Betriebe, die nicht zerstört wurden und Papier vorrätig hatten, schon zu Weihnachten 1945 an, Adventskalender zu drucken – mit den „alten“ Motiven.

Damit erfolgte auch der weltweite Durchbruch des Adventskalenders. Richard Sellmer begann 1946 in Stuttgart mit der Adventskalender-Herstellung. Durch die große Nachfrage in Deutschland erreicht der Kalender schnell Berühmtheit in Großbritannien und den USA. Mittlerweile werden in Deutschland Millionen von Adventskalendern gedruckt, mehr als die Hälfte davon geht ins Ausland.

Vor gut 60 Jahren war es dann soweit. Der erste Schokoladenadventskalender erschien 1958. Heute gehört dieser neben Spielzeug- oder Bilder-Adventskalendern zu den am häufigsten gekauften Kalendern. Aber auch Foto-Adventskalender werden immer beliebter. In den letzten Jahren entwickelte sich daneben der Trend zu gebastelten Adventskalendern zum selber füllen. Sehr beliebt ist dabei die skandinavische Idee, Jutesäckchen an einer Leine aufzuhängen. Die individuellen Adventskalender werden mit viel Leidenschaft gestaltet, da dabei eigene Ideen entwickelt und umgesetzt werden.

Außergewöhnliche Adventskalender

Doch es gibt nicht nur „normale“ Adventskalender. Der größte Freistehende befindet sich in der Leipziger und ist 875 Quadratmeter groß! Der Teuerste hingegen ist vermutlich im Londoner Kaufhaus „Harrods“. 2010 brachte es zum ersten Mal den Eine-Millionen-Dollar-Adventskalender heraus. Dieser beinhaltete zum Beispiel eine Sonnenbrille mit 18 Karat Gold, ein Motorboot und eine Designerküche. 

Die Adventszeit in italien

Obwohl der Advent erstmals im 5. Jahrhundert im Gebiet um Ravenna in Italien gefeiert wurde, gibt es zur Weihnachtszeit, „periodo natalizio“, in Italien weder einen Adventskranz noch einen Adventskalender.

Die ersten Geschenke bringt „San Nicola“ am 6. Dezember. Aber die meisten feiern eher am 6. Januar „la befana“ eine Hexe, die den Kindern entweder Geschenke oder Kohle bringt. Ähnlich wie Knecht Ruprecht in Deutschland. Die Festtage sind dann ein Anlass zur Besinnung im Kreis der Familie. Und darüber hinaus glänzen die Italiener insbesondere zu Weihnachten mit einer Reihe kulinarischer Traditionen wie Wildschwein, Kalbsbraten und der geliebte Panettone oder Pandoro. Wer die Geschenke an Weihnachten bringt ist umstritten.  In manchen Familien legt das Christkind „il bambinello“ seine Präsente am 24.12. um Mitternacht neben die Krippe, die in Italien wichtiger ist als der Weihnachtsbaum. In anderen Familien bringt der Weihnachtsmann „babbo natale“ seine Geschenke am Morgen des 25. Dezember.

Wir wünschen eine besinnliche Adventszeit! Egal in welcher Form und Farbe…

Emma Pepe

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https://de.wikipedia.org/wiki/Adventskranz

www.adventskalender.de/der-adventskalender-die-geschichte-und-entstehung

www.adventman.de/rund-um-weihnachten/weihnachtsbraeuche-und-adventskalender-in-italien

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Leonardos da Vincis Ideen

11.11.2021 - Als Wissenschaftler entwickelte Leonardo Gedanken, die in ihrer Kühnheit und Phantasie einzigartig sind. Am interessantesten sind seine Vorschläge für neue Waffen und neue Anwendungsmöglichkeiten von Maschinen. Sein ungestümer Wissensdrang ließ ihn zu vielen merkwürdigen Schlüssen und außerordentlichen Erfindungen kommen.

Leonardos Zeichnungen neuer, schrecklicher Kampfmittel offenbaren vielleicht am besten seinen großen Erfindungsreichtum und sind Zeichen der Zeit, in der er lebte: eine Übergangszeit von Armbrustschützen und berittenen Truppen zu Füsilieren und Kanonieren.

Das Ausmaß seiner Erfindungen ist atemberaubend; er ersann Kanonenkugeln mit Schrapnellladung, Raketen, Wurfgeschosse, Hinterladerkanonen, Schnellfeuergeschütze, Dampfkanonen, Kanonen mit mehreren Rohren, zahlreiche Schleudermaschinen, Leitern zur Mauererstürmung und Schiffsbrücken. Seine Phantasie sprühte von Einfällen, die zu Hunderten skizziert, verworfen und neu durchdacht wurden. Nicht selten waren seine Entwürfe völlig undurchführbar, aber das hemmte seine Phantasie nicht. Sie waren der treibende Motor, und das allein war entscheidend. Seine Vorstellungen, die seinen Zeitgenossen utopisch erschienen sein müssen, ließen sich erst mit fortschreitender Technisierung in neuerer Zeit verwirklichen.

Sein erfinderischer Geist beschäftigte sich auch mit Entwürfen für mechanische Vorrichtungen aller möglichen Arbeiten. Seinen Forschungen lag das Verlangen zugrunde, Maschinen zu ersinnen, welche die Arbeitsprozesse der damaligen Zeit vereinfachen und beschleunigen sollten. Um dieses Ziel zu erreichen, wandte er miteinander verknüpfte Mechanismen an, d.h. er versuchte, mechanisch angetriebene Maschinen zu entwickeln; hierin ein Vorläufer des modernen Menschen mit seiner Suche nach arbeitssparenden Maschinen und ihrer besseren Nutzung.

Man kann nur vermuten, warum Leonardo arbeitssparende Maschinen so wichtig waren, denn er lebte weder in einer Sklavenhaltergesellschaft, die keinerlei Anreiz bot, Maschinen zu entwickeln, die über einfache Geräte hinausgingen, da Arbeitskräfte reichlich und billig vorhanden waren, noch lebte er in einer Industriegesellschaft, in der bei kostenintensiven technischen Geräten bereits geringe Abweichungen über Gewinn oder Insolvenz entscheiden. Während dem Techniker heute Energiequellen wie Gas, Strom oder der Verbrennungsmotor zur Verfügung stehen, machte Leonardo das Fehlen einer solchen Kraftquelle ständig zu schaffen. Deshalb suchte er nach immer neuen Möglichkeiten, Hin- und Her-Bewegung in eine Drehbewegung umzusetzen, das wesentliche Element aller Maschinen. Zu diesem Zweck experimentierte er mit Zahngesperre, Getrieben, Nocken, Flaschenzügen, Kurbeln, Gestänge sowie Zahnstangen und Zahnrädern; er bediente sich der Wind- und Muskelkraft, des Federantriebs und des Schwungrades.

Die Aufzeichnungen

Leonardo hatte die Angewohnheit, seine Gedanken auf die Seiten seiner Notizbücher zu skizzieren, wie sie ihm in den Sinn kamen. Deshalb finden sich Eintragungen über Malerei oder die schuldige Miete neben Zeichnungen von Kriegsmaschinen, Pflanzen oder geometrischen Figuren. Immer wieder skizzierte er seine Gedankengänge auf Papier, untersuchte er die verschiedenen Einfälle auf ihre Möglichkeiten hin. Als Künstler konnte er seine Vorstellungen, Entwürfe, Gedankenmodelle und ihre Anwendungsmöglichkeiten viel besser mit dem Bleistift darstellen als mit Worten. Diese künstlerische Fertigkeit, gepaart mit modernem Interesse für Maschinenelemente, rückt sein Werk in die Nähe der technischen Zeichnungen des 20.Jahrhunderts. Tatsächlich wurde die technische Zeichnung erst mit Diderots Encyclopedie so klar und instruktiv.

Leonardo verfasste seine Notizen in Spiegelschrift, das heißt, er schrieb von rechts nach links. Dieses merkwürdige Phänomen wurde damit erklärt, dass er seine Schüler und andere daran hindern wollte, seine Gedanken zu lesen. Das ist natürlich Unsinn, denn man brauchte nur einen Spiegel zu nehmen und konnte seine Handschrift genauso leicht lesen wie bei der üblichen Niederschrift. Bis jetzt wurde keine überzeugende Erklärung für diese Umkehrschrift gefunden. Mediziner neigen zu der Ansicht, Leonardo sei zwar Rechtshänder gewesen, habe sich aber in seiner Kindheit die rechte Hand verletzt und deshalb mit der linken Hand zu schreiben begonnen. Ihrem Instinkt entsprechend würden ähnlich verletzte Kinder, mit der linken Hand von rechts nach links schreiben, würde man sie nicht frühzeitig daran hindern.

Leider sind nur wenige seiner Schriften überliefert, und die erhaltenen Skizzenbücher sind neu gebunden und nicht mehr in ihrer ursprünglichen Anordnung. Es fehlen ausgerissene Blätter, die verloren sind.

Das Museum

Im Leonardo Museum in Vinci kann man viele seiner Skizzen und Nachbauten seiner Erfindungen besichtigen. Eine Führung über 2,5 Stunden mit Wanderung zum Geburtshaus bieten wir unseren Gruppen zu 165,- Euro an.

Wer mit naturwissenschaftlichen und Kunstgeschichtlichen Gruppen auf Klassenfahrt in Italien ist, für die ist das Zusatzprogramm Vinci und das Museo Leonardiano ein Muss. Aber auch bei einem Kurztrip vom Gardasee nach Mailand darf ein Besuch im Museo nazionale della scienza e della tecnologia Leonardo da Vinci. In Venedig kann man ebenso das Leonardo da Vinci Museum Venice besuchen mit oder ohne vorgebuchte Führung. Auch in Rom kann man eine Führung im Museo Leonardo Da Vinci Experience buchen, absolut lohnenswert.

Vanessa Hauswirth

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In einer genialen Stadt

03.11.2021 - Tausende von Lesern, mehr noch von Leserinnen zieht es seit Kurzem in die Stadt am Vesuv. Als Magnet erwies sich Elena Ferrantes Tetralogie über die „geniale Freundin“ und deren Verfilmung. 

Mit großen Erwartungen möchten die Besucher die Schauplätze und vor allem die Atmosphäre der Stadt erleben. Sie verfolgen das Schicksal zweier Mädchen aus einem der ärmsten Viertel der Stadt. Das Buch „Meine geniale Freundin“ und die drei Folgebände behandeln die Geschichte der Freundschaft zweier Frauen von der Kindheit bis ins Alter im Wechselspiel von Liebe und Enttäuschung. Und dies vor der Kulisse der leidgeprüften und menschenfeindlichen Stadt Neapels. Eingebettet in eine traumhaft schöne Umgebung schildern Buch und Serie das prekäre Leben in einem Elendsviertel im Zeitraum von der Nachkriegszeit bis in die 1990er Jahre.

Meine geniale Freundin - Suhrkamp Verlag

Und niemand kennt die Autorin

 

Trotz des gewaltigen internationalen Erfolges schaffte es die Schriftstellerin hinter dem Pseudonym Elena Ferrante ihre wahre Identität zu verstecken. Dabei werden die Leser ausführlich über ihr künstlerisches Schaffen informiert. Dies aber geschieht in Interviews, die bis auf eine Ausnahme schriftlich geführt wurden. Dass sie aus Neapel stammt eröffnet sich dem Kenner der Stadt bereits nach wenigen Seiten. Kritiker loben die „elegante, schwerelose Sprache“ der Autorin. Weder sie noch die begeisterten Lesen wollen glauben, dass die Autorin im Hauptberuf nicht Schriftstellerin ist.

Ein Grund für ihre konsequente Anonymität war, dass sie – oder er, wie einige Kritiker vermuten, meinte, dass für die Medien und die heutigen Leser weniger das Werk selbst als vielmehr die Reputation des Autors bei der Beurteilung maßgebend ist.

Das triste Stadtviertel

Die beiden Protagonistinnen werden im August 1944 in kinderreiche Familien geboren und wachsen in einem ärmlichen Viertel auf, das nur Il Rione (Stadtviertel) genannt wird. Dank der genauen Beschreibung wurde das Stadtviertel mit dem Rione Luzzatti im Osten von Neapel identifiziert. Hierher verirrte sich vor noch wenigen Jahren kein Tourist. Heute schlendern die Fans von Ferrante durch die immer noch heruntergekommenen Straßen zwischen den vierstöckigen Wohnblocks. Sie erkennen die Kellerfenster, die die beiden Mädchen magisch anzogen und verwirrten. Hier flattert die Wäsche an Leinen, die sich von Balkon zu Balkon spannen.

Eine Freundschaft in Gegensätzen

In diesem unwirtlichen Ambiente beginnt die Freundschaft der beiden Mädchen. Raffaella Cerullo (genannt Lina oder Lila) ist mutig, eigenwillig, renitent und legt wenig Wert auf die Anerkennung der anderen. Dabei hat sie sich schon vor der Einschulung das Lesen und Schreiben selbst beigebracht. Elena Greco (auch Lenuccia oder Lenù genannt) ist dagegen ängstlich und unsicher, fleißig und diszipliniert. Gemeinsam ist beiden Mädchen, dass sie die Besten in ihrer Grundschulklasse sind und von der engagierten Lehrerin Maestra Oliveiro gelobt und gefördert werden. Doch deren Plan, den jungen Damen eine weiterführende Bildung zu ermöglichen, gelingt nur bei Elena. Lilas Eltern weigern sich, Schulgeld zu bezahlen und sehen die Zukunft des Mädchens als Hausfrau und Mutter. Immerhin schafft es Lila, in der Schusterwerkstatt ihres Vaters beschäftigt zu werden. Doch selbst unter diesen Umständen bleibt Lila noch lange Zeit die Überlegene, was Elena neidlos anerkennen muss. Immer wieder entdeckt sie Neues, womit sie ihr Umfeld überrascht, sei es als kreative Designerin von Schuhen oder als passionierte Leserin der regionalen Bibliothek. Einmal erklärt sie ihrer Freundin Elena die lateinische Grammatik, die sie sich, wie üblich, selbst beigebracht hat.

Verstrickt in die Camorra

Die Wege der beiden Mädchen greifen weiter ineinander, noch mehr, als Männer in ihr Leben treten. Damit tritt auch die soziale Problematik Neapels in das Leben der beiden Protagonistinnen. Ausgerechnet der der Sohn des Camorristen Don Achille, für die Mädchen einst die Ausgeburt des Bösen, bietet Lilas Vater an, aus dessen Schusterwerkstatt eine Schuhfirma zu machen. Dort sollen Lilas Entwürfe realisiert werden, gleich kauft er ein Paar Schuhe aus ihrer Kollektion, obwohl sie ihm zu klein sind. Als sie heiraten, ist sie erst 16 Jahre alt.

Was eigentlich der Schluss der Beziehungen ist, das Verschwinden Lilas und die Auslöschung ihrer bürgerlichen Existenz, setzt Elena Ferrante an den Anfang und schafft damit einen gewaltigen Spannungsbogen. Die Saga der beiden Mädchen umfasst vier Romane, wobei die letzte Seite eines Buches stets mit der ersten des folgenden Romans verknüpft wird, was Spannung auf das Schicksal der Heranwachsenden erzeugt.  Das Buch ist flüssig geschrieben und verknüpft die Handlung mit dem schwierigen Wiederaufbau Neapels und Italiens nach dem Krieg, mit der dominanten Rolle der Democrazia Cristiana und den dunklen Jahren des Terrorismus der Brigate Rosse.

Der weltweite Durchbruch durch die Verfilmung

Ferrantes Bücher hatten einen durchschlagenden Erfolg, vor allem in den USA, bald wurden sie in alle wichtigen Sprachen übersetzt. In London wurden sie in ein zweiteiliges Theaterstück mit einer Gesamtspielzeit von viereinhalb Stunden umgesetzt und im März 2017 uraufgeführt. Unter der Regie von Saverio Costanzo entstand eine vielgelobte Verfilmung des Romans als achtteilige Fernsehserie. In Deutschland ist die Serie seit dem 2. Mai bei Magenta TV zu sehen. Dass die Serie so gut gelang, lag auch daran, dass die Autorin die Dreharbeiten kritisch via Email verfolgte.

Wen wundert es angesichts des ungeheuren Erfolgs, dass Tausende Ferrante-Fans nach Neapel kommen und die Schauplätze des Romans sehen möchten. Tatsächlich ist Neapel der einzige Handlungsort des ersten Bandes der Tetralogie, sieht man vom Besuch Elenas auf Ischia ab, wo ihr Maestra Oliveiro einen Sommerurlaub vermittelt, damit sich dort das Mädchen in Ruhe ihren Büchern widmen kann.

Bei der Geschäftstüchtigkeit der Neapolitaner wird es niemand verwundern, wenn nun in der Stadt alle möglichen Programme auf den Spuren der „genialen Freundin“ angeboten werden. Selbst DIE ZEIT hatte eine Literaturreise für ihre Leser aufgelegt, bei der jeweils Ausschnitte aus Ferrantes Büchern vorgelesen wurden.

Die wegen ihrer roten Touristenbusse bekannte und weltweit operierende Firma “City Sightseeing” bringt fährt die begeisterten Leser mit Kleinbussen zu den Orten des Romans. Andere örtliche Reiseleiter bewältigen die Strecken zu Fuß.

Mit Ferrante – aber nicht nur

Ist es nun sinnvoll, die knappe Zeit, die Reisegruppen für Neapel haben, auf den Spuren der vier Erfolgsromane einzusetzen? 
Unsere Antwort ist ja und nein. Es ist nicht empfehlenswert, in das Rione Luzzatti zu fahren. Zwar findet man noch einige Wohnblocks mit den charakteristischen schwarzen Kellerfenstern, in die die Mädchen ihre Puppen verschwinden ließen.
Ansonsten ist aber angesichts des dichten Verkehrs und der Neubauten an der Stelle der Kriegstrümmer nichts mehr von der Atmosphäre der Nachkriegszeit zu spüren. Auch wurde die Serie an einer anderen Stelle vor sorgfältig aufgebauten Kulissen gedreht. Zudem haben es die Bewohner nicht gern, mit einigen Figuren des Romans gleichgesetzt zu werden.

Klaus Weiss

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HALLOWEEN

25.10.2021 - Düstere Gestalten schleichen durch die Nacht vor Allerheiligen. Ihre Laternen sind hohle Kürbisse mit hässlichen Fratzen. Das Kerzenlicht taucht die Maskierten in ein unheimliches Licht. Gleich klopfen sie an deine Tür… Kinder rufen "Süßes oder Saures!"

Halloween ist eine Erfindung der US-amerikanischen Süßigkeitenindustrie? Das stimmt nicht. Halloween ist ein alter keltischer Brauch? Das stimmt auch nicht ganz. Was ist die wahre Geschichte über Halloween?

Ursprung und Geschichte?

Allgemein heißt es, Halloween komme aus den USA und sei reiner Kommerz - wie der Coca-Cola-Weihnachtsmann oder die Rosen zum Valentinstag.

Dabei steckt hinter dem Kommerz ein echter heidnischer Brauch, dessen Ursprung jahrhundertealt ist. Das Fest des Grauens kommt aus Irland, wo in vorchristlicher Zeit die Kelten am 31. Oktober „Samhain“, eines ihrer wichtigsten Feste, begingen. Sie feierten damit ihre Ernte, den Beginn der kalten Jahreszeit und den Start in ein neues Kalenderjahr. Die Kelten glaubten außerdem, dass es an diesem Tag Kontakte in das Reich der Toten geben kann. Der Mythologie nach machten sich an „Samhain“ die Toten auf die Suche nach den Lebenden, die im nächsten Jahr sterben sollten. Zur Abschreckung der bösen Geister verkleideten sich die Menschen mit furchterregenden Kostümen und spukten selbst bei Nacht durch die Straßen. Große Feuer sollten böse Geister fernhalten. Vor den Häusern standen kleine Gaben ("treats"), die die Geister besänftigen und von Untaten abhalten sollten.

Das Wort Halloween entstand mit der Christianisierung. Die Kirche bezeichnete das heidnische Fest im 9. Jahrhundert als "All Hallows Eve", übersetzt als den Abend vor Allerheiligen am 1. November. Die katholische Kirche, die im Mittelalter in ganz Europa das Sagen hatte, legte so auf diesen Termin das Allerheiligenfest, welches das heidnische Fest „Samhain“ ersetzen sollte. Die Evangelische Christen erinnern am 31. Oktober mit dem Reformationstag wiederum daran, dass der Mönch und Theologe Martin Luther 1517 seine 95 Thesen zur Reform der Kirche in Wittenberg veröffentlicht hat. Also eher zwischen heidnischem Brauch und kirchlichem Feiertag?!

Aber was hat es mit Allerheiligen auf sich?

Man gedenkt der Toten, spricht Fürbitten für sie. Den Toten soll es gut gehen, sie warten nach altem christlichem Glauben auf den Jüngsten Tag, der mit dem Wiedererscheinen Christi einhergeht. Im Frühchristentum glaubte man, dass dieser Tag schnell kommt. Aber man fragte sich, was in der Zwischenzeit mit den Seelen geschieht?

Der Glaube wir könnten aufs Jenseits einwirken und umgekehrt, gibt es in allen Religionen. Wir beten den Rosenkranz, tun Gutes, spenden Almosen - und das wirkt direkt auf das Leiden der armen Seelen im Fegefeuer. So zog man im Mittelalter in der Nacht vor Allerheiligen von Haus zu Haus, um Gaben zu erbitten.

Verschmelzungen

Über die Jahrhunderte verschmelzen die Gepflogenheiten und Ausführungen von Halloween aus den verschiedenen Kulturen und Religionen. In Großbritannien und Irland zündeten die Druiden (keltische Priester) einen Scheiterhaufen an, tanzten darum herum und boten Tiere und Feldfrüchte zum Opfer dar. Die Feuer sollten sinnbildlich den Haushalten Wärme spenden und böse Geister fernhalten.

Die Römer haben die keltischen Länder erobert und dort ihren Glauben und ihre Traditionen verbreitet: Am 1. November feierten sie ein Fest zu Ehren der Göttin der Ernte. Äpfel und Nüsse waren das Symbol für das römische Fest. Noch heute gibt es bei vielen Halloween-Partys Spiele mit Äpfeln und Nüssen.

Der Halloween-Kürbis hält Einzug

Die Iren höhlten Steckrüben aus und stellten ein Licht hinein, um das Böse, sowie den geizigen Jack fernzuhalten. Wie die Legende besagt, war Jack ein Mann, der den Teufel hinters Licht geführt hatte und nachdem Jack gestorben war, wurde er weder in den Himmel noch in die Hölle eingelassen. Unterwegs, mit einer Laterne in seiner Hand, begann er einen Ruheplatz auf Erden zu suchen. Dies war die erste Jack-o-Lantern. Nachdem Halloween von Irland (Schottland und Wales) nach Amerika gedrungen war, benutzten die Leute dafür Kürbisse, da diese größer und daher besser auszuhöhlen waren als Rüben.

Ein Brauch, der nicht mehr gebraucht wird?

Mit der zunehmenden kirchlichen Aufklärung im 18. und frühen 19. Jahrhundert sind die Kirchen angesichts der alten Bräuche skeptisch geworden und man hat manche sogar verboten. Zudem kümmerte sich der Staat durch die Industrialisierung zunehmend um die Armen, sodass das Erbitten von Hilfen immer weniger gebraucht wurde.

Halloween heute

Halloween heute entstand aus einer Verschmelzung beider Feiertage und verbreitete sich von Irland nach Nordamerika und im 20. Jahrhundert wieder zurück nach Europa. Die irischen Auswanderer nahmen den Halloween-Brauch im 19. Jahrhundert mit nach Amerika. Viel besaßen sie nicht, aber an ihrer Kultur hielten sie fest. Im Zweiten Weltkrieg und danach kam das Fest zurück nach Europa: In Deutschland stationierte US-Soldaten feierten Halloween.

Mischung von Untoten durch die Filmindustrie

Trendsetter war "John Carpenter's Halloween". Ein Gruselklassiker, nach dem Halloween nie wieder war wie vorher. Denn hier wurde einfach alles zusammengemixt: Horror, Zombies, Tod, Teufel, Hexen, Vampire, Dämonen, Spuk und Kinderspaß.

Was Halloween eigentlich zu Grunde liegt, sei es heidnischen oder christlichen Ursprungs, egal in welcher Form es gefeiert wird und mit welcher Deko auch immer, ist im Grunde der Glaube mit Untoten im Diesseits in Kontakt zu treten, um das Seelenheil im Jenseits zu erreichen.

In diesem Sinne

Trick or Treat!?

Emma Pepe

 

Quellen:

https://www.dw.com/de/die-wahrheit-ueber-halloween/a-36178003, Autorin Silke Wünsch

https://www.sat1.de/ratgeber/halloween/halloween-geschichte

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Die Italienischen Weine

Weinanbau in Italien

21.10.2021 - Italien ist das klassische Weinland. Bereits im 5. Jh.v.Chr. bezeichnet der griechische Dramatiker Sophokles Italien als "Lieblingsland des Bacchus". Als der Trojaner Äneas nach seiner Flucht aus dem brennenden Troja eine neue Heimat suchte, weisen ihm die Penaten, seine Familiengötter im Traum den Weg nach Oinotria, d.h. in das Land des Weines. (gr. oinos = Wein).

Alle antiken Schriftsteller, wie Horaz, Vergil, Plinius, Seneca und andere erkennen der Apenninhalbinsel den ersten Platz unter den Weinbauländern zu. In allen italienischen Landesteilen wird Wein getrunken und angebaut. Dabei sind die produzierten Mengen und die Qualitäten immer noch sehr unterschiedlich.

Kampanien

Hier sorgen vulkanische Böden, die Meernähe und die Höhe vieler Lagen für ein ausgezeichnetes Terroir. Bei Formia sowie auf den Phlegräischen Feldern bei Neapel findet man den roten Falerner, einen Wein, der schon zu Zeiten des Römischen Imperiums von Schriftstellern begeistert gelobt und besonders von Dichtern besungen wurde. Er ist von kräftiger, rubinroter Farbe. Zu empfehlen ist der Falerno der Kellerei Michele Moio. Im Golf von Neapel wächst an den steilen Hängen des Vesuvs ein feiner roter Tafelwein, der Lacrima Christi. Auf Ischia, Capri und Procida, auf der Halbinsel von Sorrent sowie an den Abhängen der Monti Lattari und in Kampanien werden gute Rotweine gezogen, darunter der Conca, ein kräftiger dunkelroter Wein, und der Taurasi. Bei einer Weinprobe in unserer Cantina „Sorrentino“ können Sie sich einen Eindruck machen und den Wein verkosten. Eine Weinprobe mit einem typischen Vesper können Sie schon für 16,50 Euro pro Person bei uns buchen!

Das Weingesetz

Bis zum Jahre 1963 hatte es der Weinfreund schwer, italienische Qualitätsweine zu erkennen, denn Italien ist der größte Weinproduzent der Welt und wo es viel Wein gibt, gibt es entsprechend viele Panscher. Dem wurde durch Weinschutzgesetze ein Ende bereitet. Das italienische Weinrecht wurde mit der Einführung der DOC-Vorschriften 1964, der DOCG-Vorschriften 1983 und der IGT-Vorschriften 1997 neugestaltet. Alle Weine müssen Herkunfts- und Qualitätsbezeichnungen führen und festgelegten Produktionsvorschriften entsprechen, wie z. B. Traubensorte, Mindestalkoholgehalt und Lagerung. Bei einigen Anbaugebiete ist die Kontrolle noch strenger, wie z.B. im Chianti-Gebiet, in Montalcino etc. Dort hat man die Qualitätsbezeichnung DOCG (Denominazione di Origine Controllata e Garantita) eingeführt.

DOC

Die Vorschriften für die Qualitätsstufe DOC (Denominazione di Origine Controllata) beziehen sich auf die Grenzen der Anbaugebiete, die zugelassenen Rebsorten, die Art des Ausbaus und den Zeitpunkt der Freigabe der Weine. Ca. 17% aller Weine Italiens haben DOCStatus.

DOCG

DOCG (Denominazione di Origine Controllata e Garantita) ist die höchste Qualitätsstufe des italienischen Weingesetzes. Die Vorschriften sind im Vergleich zu denen der DOC, insbesondere bezüglich der Mengenbegrenzung, strenger. Nur relativ wenigen Weinanbaugebieten wurde diese Bezeichnung bisher zuerkannt.

IGT

IGT (Indicazione Geografica Tipica) ist eine Kategorie von Regionalweinen und entspricht dem Landwein. Hier liegen die Mindestanfordungen für Alkoholgehalt und Hektarhöchsterträge unter dem DOC-Niveau.

Vino da Tavola

Wie in Deutschland ist auch in Italien der Tafelwein (Vino da Tavola) der Wein mit den geringsten qualitativen Anforderungen. Auf die Angabe des Jahrgangs auf dem Etikett muss seit 1997 verzichtet werden. Einige der teuersten Weine Italiens fielen daher bis zu diesem Zeitpunkt in diese Kategorie, weil bestimmte DOC-Vorschriften nicht erfüllt werden konnten oder wollten. Heute fallen diese Weine oft in die Kategorie IG.

Der Wein ist bei albaTours nicht nur als italenisches Kulturgut fest im Bewusstsein verankert. Die Liebe zum Rebensaft ging sogar so weit, dass die Firmengründer neben der Reiseagentur auch einen Weinhandel mit dem klangvollen Namen "Vinarius" ins Leben riefen. Leider blieb für dieses Hobby nicht genug Zeit, um es weiter auszubauen. Der aufkommende Online-Handel machte der Firma dann das Ende. Weiterhin sind wir aber einem guten Tröpchen jederzeit zugeneigt.

Vanessa Hauswirth

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Wir sind wieder am Start!

15.09.2022 - Neben der Erstellung unserer neuen Internetseite haben wir die Zeit zudem genutzt, unsere Social-Media-Präsenz zu pimpen, intern viele Abläufe zu optimieren, Mitarbeiter weiterzubilden und uns insgesamt auf die anbrechende post-pandemische Zeit vorzubereiten.

Es sind beispielsweise Online-Beratungen möglich – sogar virtuelle Führungen können Sie besuchen. Wir freuen uns, zusammen mit Ihnen zu neuen Ufern aufzubrechen, Altes wiederzuentdecken und Bewährtes neu wertzuschätzen. Zeigen wir unseren Kindern, wie die Welt „draußen“ aussieht!
Dabei vernachlässigen wir nicht die Sicherheit und Gesundheit aller Teilnehmer und daher unterstützen wir die Kampagne: albatours.de/klassenfahrtabersicher

Nutzen Sie unser neues Online-Angebot: Wir informieren Sie umfassend über die Möglichkeiten eine Klassenfahrt durchzuführen. Wie? In einem Zoom-Meeting zeigen wir Ihnen wie Klassenfahrten mit Schwerpunkt Rom oder Sorrent auch während Corona möglich sind.

Anmeldungen zu einem der Infotermine hier möglich:

Schauen Sie sich auch unser Webinar an:  Klassenfahrten planen zu Corona-Zeiten

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Ihre Klassenfahrt nach Rom – mit albaTours Reisen

01.10.2020 - Die Weltmetropole Rom ist nicht nur italienische Hauptstadt, sondern vor allem ein Ort voller Geschichte und Charme. Entdecken Sie gemeinsam mit Ihren Schülern die Vielfalt der „Ewigen Stadt“ und profitieren Sie dabei von der langjährigen Erfahrung von albaTours Reisen mit Klassenfahrten und Studienreisen.

Individuelle Angebote und persönliche Planung

Gerne planen wir mit Ihnen gemeinsam und stellen die passende Kombination aus Anreise, Unterkunft und Programm zusammen. Wenn Sie bereits einen ersten Eindruck vom finanziellen Umfang bekommen wollen, können Sie unseren nützlichen Reisekalkulator verwenden. Wählen Sie dazu eine Unterkunft und gegebenenfalls Zusatzleistungen aus und lassen Sie sich den Preis anzeigen.

Die Anreise nach Rom ist per Flugzeug, Bus oder Bahn möglich. Von vielen deutschen Flughäfen kann Rom fast täglich erreicht werden. Wir suchen Ihnen die günstigste Verbindung heraus und übernehmen für Sie die Buchung. Dafür wird pro Person ein kleiner Aufpreis berechnet. Für die Einreise nach Italien ist übrigens kein Reisepass vonnöten, ein Personalausweis genügt. Sollten Schüler mitreisen, deren Pass aus einem Nicht-EU-Land stammt, sollten die genauen Einreisebestimmungen allerdings zur Sicherheit vorab bei der italienischen Botschaft nachgefragt werden.

Hinsichtlich Ihrer Unterkunft in Rom können Sie zwischen verschiedenen Unterbringungen wählen. Wollen Sie das Leben in Rom Tag und Nacht vor Ort erleben und Ihren Schülern das echte „Dolce Vita“ näherbringen? Dann entscheiden Sie sich für ein Hotel im Stadtzentrum. Mit den meisten Hotels arbeiten wir direkt zusammen, dadurch können wir Ihnen günstige Preise ermöglichen. Wollen Sie hingegen nachts lieber umgeben von Natur zur Ruhe kommen und Ihren Schülern mehr Platz und vielleicht sogar einen Pool bieten? Dann ist eine Unterbringung auf einem Campingplatz am Rande der pulsierenden Stadt die richtige Wahl. Wir achten bei all unseren Unterkünften darauf, dass sie für Schüler geeignet sind und Sie mit Bus oder Metro schnell in die Innenstadt gelangen können.

Rom hautnah erleben

In Roms Zentrum angekommen, sind fast alle der zahlreichen Sehenswürdigkeiten fußläufig zu erreichen. Zu den bekanntesten Gebäuden zählt definitiv das Kolosseum. Bis zu 50.000 Zuschauer passten dort hinein und konnten den Gladiatorenkämpfen und sogar nachgestellten Seeschlachten beiwohnen. Heute wohnen knapp drei Millionen Menschen in Rom, damit ist sie die größte Stadt Italiens. In der Antike stellte vor allem das Forum Romanum das politische und religiöse Zentrum des römischen Lebens dar.

Zahlreiche Museen für die verschiedensten Epochen und Fachgebiete können von Schulklassen sogar kostenlos besucht werden. Wir informieren Sie gerne näher darüber, welches Museum zu Ihren aktuell behandelten Unterrichtsthemen passt.

Einer Ihrer Programmpunkte sollte in jedem Fall eine Tour durch den Vatikan sein. Der Stadtstaat ist der Hauptsitz der römisch-katholischen Kirche und liegt inmitten Roms Innenstadt. Nur circa eintausend Menschen leben dort – einer von ihnen ist der Papst. An vielen Stellen können Sie uralte, bedeutende Sehenswürdigkeiten wie die sixtinische Kapelle oder Michelangelos Meisterwerke bewundern. Dem beeindruckenden Petersdom und dem davor liegenden Petersplatz sollten Sie definitiv einen Besuch abstatten. 

Die Basilika, in der bis zu 20.000 Menschen Platz finden, ist die wichtigste Kirche Roms. Der Eintritt in den prächtigen und kunstvoll gestalteten Dom ist kostenlos, lediglich beim Aufgang zur Kuppel fallen Gebühren an. In jedem Fall sollten Sie die Sicherheitskontrolle am Eingang zeitlich mit einplanen und daran denken, dass Schultern und Beine bedeckt sein müssen, um den Dom betreten zu dürfen. Seit 1980 sind die Vatikanstadt, der Petersdom und Roms Altstadt UNESCO Weltkulturerbe. Freuen Sie sich schon jetzt auf eine spannende und unvergessliche Reise in die ewige Stadt!

Ein weiteres Wahrzeichen, das einem auf Fotos und in Filmen immer wieder begegnet, ist der berühmte Trevi Brunnen. Man sagt, der Wurf einer Münze über die Schulter hinweg in den Brunnen bringe Glück. Wirft man zwei Münzen, verliebe man sich sogar in einen Römer oder eine Römerin. So kommt jedes Jahr bis zu eine Million Euro zusammen, die aus dem Wasser herausgesammelt und für wohltätige Zwecke gespendet werden. Der größte Brunnen Roms ist vor allem für seine großen und auffälligen Skulpturen bekannt.

Das zuverlässige Rundum-Servicepaket für Ihre Gruppenreise nach Rom

Mit mehr als 35 Jahren Erfahrung können wir auf unzählige erfolgreiche Schulfahrten und Gruppenreisen zurückblicken. albaTours ist zertifiziertes Mitglied von Reisenetz, dem Deutschen Fachverband für Jugendreisen. Dadurch garantieren wir unseren Kunden, dass wir umfassende Leistungen anbieten und wir Ihnen vor und während Ihrer Klassenfahrt nach Rom in allen Belangen zur Seite stehen. Profitieren Sie von unserem umfassenden Service:

  • Sonderprogramme: ergänzende Führungen, Transfers, Tickets und mehr

  • albaDat: die Datenbank für Ihre gesammelten Informationen

  • Der HalbaBus: unser Angebot für kleinere Gruppen

  • Reisepreissicherungsschein der R+V Versicherungs AG bei jeder Buchung

  • Studienordner mit zahlreichen Informationen über Orte und Denkmäler

  • Notrufnummer: auch während der Reise sind wir rund um die Uhr für Sie erreichbar!

  • Reiseversicherung – Krankenversicherung, Reiserücktrittskostenversicherung, Unfallversicherung – alles in einem Paket!

Rom ist ein einziges großes Museum, an jeder Ecke lässt sich etwas Neues entdecken. Dank der vielen antiken Gebäude können sich Ihre Schüler ein lebhaftes Bild vom Aussehen des alten Römischen Reiches machen. Kontaktieren Sie uns noch heute und gehen Sie gemeinsam mit Ihren Schülern auf Entdeckungsreise im faszinierenden Rom!

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Die Klassenfahrt steht an: Checkliste für Lehrer – haben Sie an alles gedacht?

01.08.2021 - Die Klassenfahrt ist besonders für junge Lehrer eine aufregende Angelegenheit. Mehrere Tage mit den Schülern in einem fremden Land oder einer fremden Stadt zu verbringen – da gibt es einiges zu beachten. Umso wichtiger ist eine gut organisierte und strukturierte Vorbereitung. albaTours hat für Sie eine Liste mit den wichtigsten organisatorischen Punkten und Fragen zusammengestellt, die Sie vor Antritt Ihrer Reise beachten sollten.

Was Sie weit im Vorfeld klären sollten

Die Planung beginnt idealerweise schon ein halbes bis ganzes Jahr im Voraus. Nur so haben Sie genug Vorlauf, damit bis zum eigentlichen Termin alles geklärt ist und nicht in letzter Sekunde noch organisatorische Probleme auftreten. Dabei sollten Sie sich um folgende Punkte kümmern:

  • Information über die Klassenfahrt-Richtlinien

  • Ziel der Klassenfahrt mit der Klasse abstimmen

  • Zustimmung der Schulleitung besorgen

  • Zustimmung der Eltern einholen

  • Welche Begleitpersonen kommen mit?

  • Liegen keine Konferenzen oder Klassenarbeiten im Zeitraum der Fahrt?

  • Informationen beim gewünschten Reiseveranstalter beschaffen

  • Welche Kosten sind zu erwarten?

  • Gibt es Möglichkeiten, Zuschüsse zu erhalten?

Möglichst frühzeitig sollten Angebote von Reiseveranstaltern wie albaTours eingeholt, Anträge auf Zuschüsse gestellt und eigene Aktionen zur Finanzierung durchgeführt werden, damit klar ist, welche Kosten tatsächlich auf alle Beteiligten zukommen.

Jetzt geht’s los: Das sollten Sie kurz vor dem Reiseantritt beachten

Rückt die Reise näher, wird es Zeit, sich mit den Details zu befassen. Planen Sie gemeinsam mit dem Reiseveranstalter und Ihren Begleitern ein Programm – denken Sie aber auch über Alternativen nach. Was passiert beispielsweise, wenn das Wetter nicht mitspielt? Informieren Sie sich über eventuelle Anmeldepflichten in verschiedenen Museen. Gestalten Sie zudem, am besten nach Absprache mit Ihrer Klasse, eine Checkliste für Ihre Schüler. Unbedingt sollten Sie die diese darauf hinweisen, Ausweis oder Reisepass und gesundheitliche Unterlagen wie Krankenkarte und Impfpass mit zuführen. Auch sollten die Verhaltensregeln für die Fahrt geklärt und natürlich die Eltern informiert sein. Erkundigen Sie sich außerdem, ob Sie bei Ihren Schülern auf Besonderheiten wie Lebensmittelallergien oder Medikamenteneinnahme achten müssen. Geben Sie diese Informationen auch unbedingt an Ihren Reiseveranstalter weiter.

Daran sollten Sie bei Reiseantritt denken

Wenn die Reise beginnt, sollten Sie grundsätzlich Folgendes in der Tasche haben:

  • Gutscheine für die Unterkunft und die Programme vor Ort.

  • Programm inklusive Anfahrtsmöglichkeiten und Öffnungszeiten

  • Flugtickets, Eintrittskarten etc.

  • Notfallkontakt des Reiseveranstalters

  • Kontakte der Reise- und weiterer Versicherungen

  • Kontakte wichtiger Ansprechpartner an der Schule und vor Ort

  • Unterschriebene Merkblätter und Einverständniserklärungen der Eltern

  • Gegebenenfalls von den Schülern unterzeichnete Verhaltensverträge

  • Klassenliste mit Schulstempel (die Namen der Begleitlehrer bitte nicht vergessen)

  • Erste-Hilfe-Set, Reise-Apotheke

  • Spiele oder andere Beschäftigungsmöglichkeiten

Sollten Sie ein spezielles Programm und Lernunterlagen geplant haben, vergessen Sie natürlich nicht, alles hierfür Nötige mitzubringen. Sind alle Unterlagen rechtzeitig vorhanden, können Sie der Klassenfahrt nach Italien oder andere Länder entspannt entgegensehen und sich während der Reise auf das Wesentliche konzentrieren.

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Klassenfahrten steuerlich absetzen – geht das?

01.09.2021 - Eine Klassenfahrt ist eine gute Gelegenheit, mit den Schülern gemeinsam Zeit außerhalb des Klassenzimmers zu verbringen und den Unterricht mit Erfahrungen und Wissen aus anderen Städten und Ländern zu ergänzen. Das ist jedoch auch immer mit Kosten verbunden, sowohl für die Schüler als auch für die Lehrer. Da es sich hierbei jedoch nicht um Ihren Privaturlaub handelt, können Sie die Kosten mitunter von Ihrer Steuer absetzen. Welche Möglichkeiten Sie haben und welche Ausgaben betroffen sind – im Folgenden haben wir von der albaTours Reisen - GmbH Infos zusammengetragen. 

Welche Möglichkeiten haben Sie?

Grundsätzlich besteht für alle Lehrer die Möglichkeit, Werbungskosten in der Steuererklärung anzuführen, die von der Steuer abgesetzt werden. Werbungskosten sind berufliche Ausgaben, die während Ihrer Lehrertätigkeit entstehen. Neben den gängigen Ausgaben für Fahrtkosten auf Ihrem täglichen Arbeitsweg sowie für Lehrmaterialien und Fortbildungen gehören auch Klassenfahrten unter bestimmten Bedingungen zu den absetzbaren Kosten. Darüber sollten Sie sich am besten schon vor Antritt der Reise informieren, damit Sie die nötigen Unterlagen zusammentragen können.

Welche Kosten lassen sich absetzen?

Eine Klassenfahrt nach Wien oder andere Städte wird vor dem Gesetz wie eine Dienstreise behandelt. Daher können Sie folgende Kosten als Werbungskosten in Ihre Steuererklärung aufnehmen:

  • Fahrtkosten
  • Reisenebenkosten wie Parkgebühren & Eintrittskarten
  • Übernachtungskosten
  • Verpflegungskosten

Bei Fahrtkosten mit dem Auto ist in der Regel von einer Dienstreisenpauschale mit 30 Cent pro Kilometer auszugehen, bei öffentlichen Verkehrsmitteln geben Sie den gesamten Ticketpreis an. Im Hinblick auf Übernachtungskosten sollten Sie nur die reinen Kosten für die Übernachtung anrechnen. Ist Verpflegung inbegriffen, wird diese separat abgerechnet. Hier steht Ihnen im Schnitt eine Verpflegungspauschale von 12 Euro pro Tag zu.

 

Was muss beachtet werden, damit die Rückerstattung klappt?
 

Für eine steuerliche Rückerstattung müssen Sie Nachweise über Ihre absetzbaren Ausgaben erbringen. Dazu bewahren Sie alle Belege und Buchungsbestätigungen auf. Auch Kosten rund um die Vorbereitung können oft abgesetzt werden, beispielsweise die Anschaffung eines Reiseführers. Schon schwieriger wird es bei einer Vorbereitungsreise. In vielen Fällen ergibt es aber durchaus Sinn, bereits im Vorfeld abzuklären, ob der geplante Ablauf einer Reise funktionieren kann. Lassen Sie sich in diesem Fall unbedingt bestätigen, dass Sie vor Ort waren, beispielsweise bei der Jugendherberge oder in Museen, die Sie später mit Ihrer Klasse besuchen wollen. Insgesamt müssen Sie immer nachweisen können, dass die Reise nicht nur Ihrem Privatvergnügen dient. Sprechen Sie im Zweifelsfall im Vorfeld mit einem Steuerberater, welche Belege Sie vorweisen können sollten und lassen sie sich lieber zu viel als zu wenig bestätigen.

 

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„Und dann hat‘s Peng gemacht“ – Versicherungsschutz auf der Klassenfahrt

01.07.2021 - Der Alptraum eines jeden Elternteils oder Lehrers: Die Klassenfahrt führt das Kind in die Fremde und dann passiert irgendetwas Unschönes. Dabei muss man nicht einmal von schlimmen Unfällen ausgehen, die statistisch gesehen eher selten vorkommen. Aber wir alle kennen unsere Kinder und manche haben leider auch tollpatschige Momente. Ein kurzes Versehen reicht aus, damit eine Scheibe zu Bruch geht oder eine Schramme fachmännisch versorgt werden muss. Doch wer für den Schaden aufkommt, ist oft unklar. Reiseprofis wie albaTours geben deshalb gern umfassende Informationen, welcher Versicherungsschutz bei einem Unfall auf der Klassenfahrt nach Deutschland oder andere Länder besteht.

Wer ist wann auf der Klassenfahrt versichert?

Teilnehmende Schüler und Lehrer sind auf der Klassenfahrt grundsätzlich abgesichert. Der Versicherungsschutz bei Unfällen erfolgt durch die gesetzliche Unfallversicherung. Dies ist aber nur gegeben, solange der Unfall bei Aktivitäten oder zu Zeiten erfolgt, die mit der Klassenfahrt zusammenhängen oder unter Betreuung der Lehrkraft stattfinden. Bei Verletzungen durch körperliche Gewalt unter den Schülern greift die gesetzliche Versicherung, wenn es sich um eine Sache schulischer Art handelt, die zum Beispiel auch auf dem Schulhof hätte passieren können. Ist das nicht der Fall oder liegt besondere Brutalität vor, fällt dies allerdings weg.

Wann ist der Teilnehmer der Klassenfahrt nicht gesetzlich mitversichert? 

Passiert ein Unfall außerhalb der Betätigungen der Fahrt oder bei rein persönlichen Belangen des Schülers, greift die gesetzliche Unfallversicherung nicht. Die privaten oder persönlichen Momente der Klassenfahrt sind laut Definition des Schulrechts:

  • Die Nachtruhe

  • Die Essenseinnahme

  • Toilettenbesuche

  • Unternehmungen ohne die Klassengemeinschaft

  • Unternehmungen ohne Anwesenheit oder Aufgabenstellung durch einen Betreuer

Es besteht auch kein Versicherungsschutz, wenn Schüler einen Unfall oder Sachbeschädigungen vorsätzlich herbeiführen.

Müssen Sie für mögliche Unfälle eine Zusatzversicherung abschließen?

Im Normalfall sind Schüler in der Haftpflichtversicherung ihrer Eltern mitversichert. Diese greift dann, wenn besondere Umstände die Wirksamkeit der gesetzlichen Unfallversicherung ausschließen. Lehrer benötigen für eine Klassenfahrt eine besondere Berufshaftpflichtversicherung neben ihrer normalen Versicherung, um komplett abgesichert zu sein. In besonderen Fällen, bei Fahrten mit Risikoteilnehmern oder in Risikogebiete empfiehlt sich der Abschluss einer besonderen Reiseversicherung für Schul- und Klassenfahrten durch den Klassenlehrer.

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