Die Italienischen Weine

Weinanbau in Italien

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21.10.2021 - Italien ist das klassische Weinland. Bereits im 5. Jh.v.Chr. bezeichnet der griechische Dramatiker Sophokles Italien als "Lieblingsland des Bacchus". Als der Trojaner Äneas nach seiner Flucht aus dem brennenden Troja eine neue Heimat suchte, weisen ihm die Penaten, seine Familiengötter im Traum den Weg nach Oinotria, d.h. in das Land des Weines. (gr. oinos = Wein).

Alle antiken Schriftsteller, wie Horaz, Vergil, Plinius, Seneca und andere erkennen der Apenninhalbinsel den ersten Platz unter den Weinbauländern zu. In allen italienischen Landesteilen wird Wein getrunken und angebaut. Dabei sind die produzierten Mengen und die Qualitäten immer noch sehr unterschiedlich.

Kampanien

Hier sorgen vulkanische Böden, die Meernähe und die Höhe vieler Lagen für ein ausgezeichnetes Terroir. Bei Formia sowie auf den Phlegräischen Feldern bei Neapel findet man den roten Falerner, einen Wein, der schon zu Zeiten des Römischen Imperiums von Schriftstellern begeistert gelobt und besonders von Dichtern besungen wurde. Er ist von kräftiger, rubinroter Farbe. Zu empfehlen ist der Falerno der Kellerei Michele Moio. Im Golf von Neapel wächst an den steilen Hängen des Vesuvs ein feiner roter Tafelwein, der Lacrima Christi. Auf Ischia, Capri und Procida, auf der Halbinsel von Sorrent sowie an den Abhängen der Monti Lattari und in Kampanien werden gute Rotweine gezogen, darunter der Conca, ein kräftiger dunkelroter Wein, und der Taurasi. Bei einer Weinprobe in unserer Cantina „Sorrentino“ können Sie sich einen Eindruck machen und den Wein verkosten. Eine Weinprobe mit einem typischen Vesper können Sie schon für 16,50 Euro pro Person bei uns buchen!

Das Weingesetz

Bis zum Jahre 1963 hatte es der Weinfreund schwer, italienische Qualitätsweine zu erkennen, denn Italien ist der größte Weinproduzent der Welt und wo es viel Wein gibt, gibt es entsprechend viele Panscher. Dem wurde durch Weinschutzgesetze ein Ende bereitet. Das italienische Weinrecht wurde mit der Einführung der DOC-Vorschriften 1964, der DOCG-Vorschriften 1983 und der IGT-Vorschriften 1997 neugestaltet. Alle Weine müssen Herkunfts- und Qualitätsbezeichnungen führen und festgelegten Produktionsvorschriften entsprechen, wie z. B. Traubensorte, Mindestalkoholgehalt und Lagerung. Bei einigen Anbaugebiete ist die Kontrolle noch strenger, wie z.B. im Chianti-Gebiet, in Montalcino etc. Dort hat man die Qualitätsbezeichnung DOCG (Denominazione di Origine Controllata e Garantita) eingeführt.

DOC

Die Vorschriften für die Qualitätsstufe DOC (Denominazione di Origine Controllata) beziehen sich auf die Grenzen der Anbaugebiete, die zugelassenen Rebsorten, die Art des Ausbaus und den Zeitpunkt der Freigabe der Weine. Ca. 17% aller Weine Italiens haben DOCStatus.

DOCG

DOCG (Denominazione di Origine Controllata e Garantita) ist die höchste Qualitätsstufe des italienischen Weingesetzes. Die Vorschriften sind im Vergleich zu denen der DOC, insbesondere bezüglich der Mengenbegrenzung, strenger. Nur relativ wenigen Weinanbaugebieten wurde diese Bezeichnung bisher zuerkannt.

IGT

IGT (Indicazione Geografica Tipica) ist eine Kategorie von Regionalweinen und entspricht dem Landwein. Hier liegen die Mindestanfordungen für Alkoholgehalt und Hektarhöchsterträge unter dem DOC-Niveau.

Vino da Tavola

Wie in Deutschland ist auch in Italien der Tafelwein (Vino da Tavola) der Wein mit den geringsten qualitativen Anforderungen. Auf die Angabe des Jahrgangs auf dem Etikett muss seit 1997 verzichtet werden. Einige der teuersten Weine Italiens fielen daher bis zu diesem Zeitpunkt in diese Kategorie, weil bestimmte DOC-Vorschriften nicht erfüllt werden konnten oder wollten. Heute fallen diese Weine oft in die Kategorie IG.

Der Wein ist bei albaTours nicht nur als italenisches Kulturgut fest im Bewusstsein verankert. Die Liebe zum Rebensaft ging sogar so weit, dass die Firmengründer neben der Reiseagentur auch einen Weinhandel mit dem klangvollen Namen "Vinarius" ins Leben riefen. Leider blieb für dieses Hobby nicht genug Zeit, um es weiter auszubauen. Der aufkommende Online-Handel machte der Firma dann das Ende. Weiterhin sind wir aber einem guten Tröpchen jederzeit zugeneigt.

Vanessa Hauswirth